Mathematik

Expertenkurs (WU)

Der Mathe Expertenkurs richtet sich an mathematisch begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 8. Er bietet die Möglichkeit, gemeinsam vertiefende Probleme oder Aufgaben zu untersuchen und zu lösen – und weitere mathematische Entdeckungen in Themen zu machen, die im regulären Mathematikunterricht planmäßig nicht vorgesehen sind. Zudem wird durch gezielte Vorbereitung auf verschiedene Mathematikwettbewerbe die Problemlöse- und Argumentationsfähigkeit weiter trainiert.

Mathematik Expertenkurs
Mathematik Expertenkurs

Beispielthemen:

  • Raumgeometrie: platonische und archimedische Körper (mit Nachbau)
  • Möglichkeiten der Parkettierung: Mit welchen Figuren lässt sich die Ebene lückenlos und überschneidungsfrei parkettieren?
  • Einsatz von Software in der Mathematik: Simulationen von Zufallsprozessen, Barcodes, Algorithmen etc.
  • Mathematik auf dem Schachbrett
  • Kalenderrechnung
  • Invarianzprinzip
  • Graphenprobleme, z.B. das Königsberger Brückenproblem (Leonhard Euler)
  • Spieltheorie: Strategiespiele, Analyse von Gewinnchancen
  • Abzählverfahren

Dazu kommt die Vorbereitung auf Wettbewerbe: Mathematik-Olympiade, Känguru-Wettbewerb, ... (s.u.).

Die Einwahl findet in den ersten Wochen des Schuljahres über den jeweiligen Mathematiklehrer der Klasse statt – eine Teilnahme gegen das Votum des Fachlehrers bzw. der Fachlehrerin ist nicht möglich. In der Regel findet der Kurs dann ab der dritten Woche nach Schuljahresbeginn statt.

Der Kurs deckt je nach Angebot (wöchentlich / zweiwöchentlich) zwei oder eine Stunde/n im Wahlunterricht ab. Die Notengebung richtet sich nach den Vorgaben für den AG-Bereich von „mit gutem Erfolg teilgenommen“ bis „teilgenommen“.

Der Kurs ist jeweils für ein Jahr geplant. Da sich aber die Themen nicht gegenseitig voraussetzen, ist auch ein Einstieg nach einem halben Jahr möglich. Ebenso ist es möglich, den Kurs in beiden Jahrgangsstufen 6 und 7 nacheinander zu besuchen.

Wettbewerbe

Diese Mathematik-Wettbewerbe werden regelmäßig an der HUS durchgeführt. Hier können Sie nachlesen, welche Erfolge Humboldtschüler bei den Mathe-Wettbewerben vorzuweisen haben.

Känguru der Mathematik

Die Idee für diesen Multiple-Choice-Mathe-Wettbewerb kommt aus Australien (1978) und wurde von zwei französischen Mathematiklehrern nach Frankreich geholt. Zu Ehren der australischen Erfinder wurde er "Kangourou des Mathématiques" (Känguru der Mathematik) genannt.

Beispielaufgaben Känguru-Wettbewerb
Logo Känguru-Wettbewerb

Immer mehr europäische Länder nahmen daran teil, und so wurde 1994 der internationale Verein "Kangourou sans frontieres" (Känguru ohne Grenzen) gegründet. Für Deutschland ist der Berliner Verein „Mathematikwettbewerb Känguru e.V.“ mit Sitz an der Humboldt-Universität zu Berlin zuständig. Die Aufgaben sind in allen teilnehmenden Ländern im Wesentlichen gleich und werden überall am selben Tag bearbeitet. Der internationale Känguru-Tag ist jedes Jahr der 3. Donnerstag im März.

An der Humboldtschule bieten wir allen interessierten Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am Wettbewerb an. Im Jahr 2018 z.B. konnten dank großzügiger Unterstützung des Fördervereins der Humboldtschule alle 240 FünftklässlerInnen teilnehmen. Außerdem beteiligten sich 70 SchülerInnen aus den Stufen 6 bis Q4. In den vergangenen Jahren gab es stets zahlreiche PreisträgerInnen, die mit strahlenden Augen ihre Auszeichnungen entgegennahmen.

Mathematik ohne Grenzen

Bei „Mathematik ohne Grenzen“ handelt es sich um einen Mathematikwettbewerb, bei dem der Umfang der Aufgaben so gewählt ist, dass es der gemeinsamen Anstrengung der ganzen Klasse bedarf, um sie in der vorgegebenen Arbeitszeit von 90 Minuten zu bewältigen. Die Gruppenleistung steht also im Vordergrund.

„Mathematik ohne Grenzen“ wurde an der Akademie von Straßburg unter dem Namen „Mathématiques sans Frontières“ für Neunt- und Zehntklässler gegründet und 1989 erstmals durchgeführt. Seit 1990 nehmen auch deutsche Schüler teil. Lag die Teilnehmerzahl zwei Jahre nach der Gründung noch bei etwa 15 000, so nehmen heute etwa 300 000 Schülerinnen und Schüler aus über 30 verschiedenen Nationen an „Mathematik ohne Grenzen“ teil. Während die Aufgaben zentral von einem Komitee in Straßburg gestellt werden, wird die Auswertung und Preisverleihung regional durchgeführt.

Mathe spielend lernen

Mathematik-Olympiade

Das Zentrum für Mathematik veranstaltet im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums die Mathematik-Olympiaden Hessen (MOH). Der Wettbewerb wendet sich an hessische Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis Q4. 

Die Mathematik-Olympiaden Hessen sind als dreistufiger Wettbewerb aufgebaut, wobei sich jeweils die Besten einer Stufe für die nächste Stufe qualifizieren. An der Bundesrunde der Mathematik-Olympiaden nimmt eine Auswahlmannschaft teil, die von der Projektleitung MOH zusammengestellt wird. 

Die Humboldtschule nimmt seit 2009 regelmäßig an der Mathematik-Olympiade mit etwa 30 Schülerinnen und Schülern teil und konnte jedes Jahr bei der Landesrunde Platzierungen unter den ersten zehn erreichen.