UNESCO-Projektschule

Die UNESCO-Projektschulen sind ein Netzwerk aus weltweit über 11.500 Schulen in 182 Ländern, in Deutschland gibt es etwa 300 dieser Schulen. Sie verankern in ihren Schulprofilen und Leitbildern wie auch im Schulalltag und der pädagogischen Arbeit die Ziele und Werte der UNESCO. Sie setzen sich damit für Frieden, Weltoffenheit und nachhaltige Entwicklung ein.

Die Humboldtschule ist seit dem 23.10.1999 offizielles Mitglied der deutschen UNESCO-Projektschulen. Seit vielen Jahren pflegen wir eine intensive und außergewöhnliche Schulpartnerschaft mit der Mwanga-High-School in Tansania, und wir verfolgen zielstrebig eine umfassende Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Hier liegen die Ursprünge unseres Engagements als UNESCO-Projekt-Schule. Von diesem Engagment ausgehend haben wir vielfältige Aktivitäten initiiert, um die Ideale der UNESCO an der Humboldtschule noch umfassender zu verwirklichen.

UNESCO-HUS-Logo

Bildungsansätze der UPS

Säulenbild Bildungsansätze der UPS

UNESCO-Forum

Im UNESCO-Forum finden sich in regelmäßigen Abständen Kolleginnen und Kollegen zusammen, um zentrale Vorhaben der HUS als UNESCO-Projektschule zu planen, zu koordinieren bzw. zu organisieren.

Das Forum versteht sich als offener Kreis, zu dem alle Kolleginnen und Kollegen, aber auch Schülerinnen und Schüler sowie Eltern eingeladen sind. Als Ansprechpartner bei Fragen und Anregungen stehen Herr von Edlinger und Herr Eberhardt bereit.

UNESCO-Projekttag

Wir führen jährlich einen sogenannten UNESCO-Projekttag durch. Er ist terminiert auf die Woche rund um den 26. April, den Tag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Den Termin für das aktuelle Schuljahr entnehmen Sie bitte dem Terminkalender.

Wesentliches Ziel ist es, die Bildungsansätze der UNESCO-Projektschulen verstärkt in den Fokus zu rücken und damit zur Identifikation der Schulgemeinde mit der HUS als UNESCO-Projektschule beizutragen. Die Projekte befassen sich insbesondere mit den Themenbereichen

  • Schöpfung und Umwelt / Umwelt HUS (Jg. 5)
  • Die UNESCO-Ideale: Weltnatur- und Weltkulturerbe (Jg. 6)
  • Begegnung der Kulturen (Jg. 7)
  • Migration und Integration (Jg. 8)
  • Geschlechterrollen: Vorurteile und Diskriminierung (Jg. 9)
  • Die Frage nach dem gelingenden Leben (E2)
  • Menschenrechte im Zeitalter der Globalisierung - Problemstellungen aus historischer Perspektive (Q2)
  • Menschenrechtsprobleme in unserer Gegenwart (Q4)

UNESCO-AG

Die UNESCO-AG ist ein Ort, an dem sich Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen treffen und sich gemeinsam aktiv engagieren. Wir diskutieren aktuelle Probleme rund um Menschenrechte, Eine Welt und Umweltschutz und führen eigene Aktionen hierzu durch.
Nähere Informationen zur UNESCO-AG finden Sie hier.

Sonnenblumenaktion
Sonnenblumenaktion 60 Jahre UPS

UNESCO-Welterbe-Projekte

Unter Federführung der Fachschaft Latein hat die Humboldtschule mehrfach mit fächerübergreifenden Projekten, die die in den Bildungsansätzen der UNESCO-Projektschulen verankerte Welterbeerziehung praktisch umsetzen, an „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz teilgenommen. Die Themen der Projekte sind zum Beispiel:

Denkmal aktiv-Logo

Was verbindet die Europäer? Welche Rolle spielt dabei das Weltkulturerbe? Warum ist es heute von immenser Bedeutung, dass die verschiedenen europäischen Staaten zusammenarbeiten? Das sind Fragen, mit denen sich 150 Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule in diesem Projekt fächerübergreifend beschäftigt haben. Als UNESCO-Projektschule orientiert sich die Humboldtschule Bad Homburg in ihrer Arbeit an Leitlinien der UNESCO wie z.B. der „Welterbeerziehung“ und der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Aus diesem Grund hat sich die Humboldtschule im Schuljahr 2018/19 in Zusammenarbeit mit dem Peutinger Gymnasium Ellwangen um Teilnahme an „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, beworben und ein breit angelegtes Projekt zum Thema „Europa: Mythos und Welterbe“ durchgeführt. Das Projekt war ein Beitrag im Themenfeld „Gelebtes Erbe“ der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. zum Europäischen Kulturerbejahr 2018.

Denkmal aktiv-Logo

Rund 150 Schülerinnen und Schüler haben an der Humboldtschule fächerübergreifend in verschiedenen Lerngruppen in Englisch, Französisch, Latein, Kunst, Musik, Politik und Wirtschaft und in den UNESCO-AGs der Sekundarstufen I und II Recherchen zum Thema angestellt. Im Fach Latein stellten die Schülerinnen und Schüler sich zunächst die Frage, woher der Name „Europa“ kommt. Dabei wurde schnell der Mythos von Europa und Zeus gefunden, der unter anderem verdeutlicht, dass die gemeinsamen kulturellen Wurzeln der Europäer in der Antike liegen. Das kann man heute noch an verschiedenen antiken Welterbestätten erkennen. 

UNESCO-Welterbe-Projekt "Europa"

Der Leistungskurs Latein der E-Phase beschäftigte sich daher mit der Welterbestätte „Pompeji“ und fand heraus, dass die Römer ihre kulturellen Errungenschaften, wie sie in der antiken Stadt zu finden sind (Wasserleitungen, Thermen, Fußbodenheizungen etc.), in ganz Europa verbreiteten, z.B. auch am Limes. Dementsprechend lag ein weiterer Schwerpunkt des Projekts auf der UNESCO-Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches – Limes“. Die Schülerinnen und Schüler des Wahlunterrichts Latein im 9. Schuljahr fanden heraus, dass der Limes durch zehn europäische Staaten verläuft und in verschiedene Abschnitte eingeteilt ist: Antoninuswall, Hadrianswall, Niedergermanischer Limes, Obergermanisch-Raetischer Limes, Donaulimes. 

Europa-Projekt 2019

Dabei wurden unterschiedliche Bauweisen des Limes, Kastelle, Wachttürme, das Leben der Menschen am Limes und vieles mehr untersucht. Die am Projekt Beteiligten fanden aber auch heraus, dass die europäischen Staaten eng zusammenarbeiten müssen, um den Limes europaweit zu schützen. Fazit der Schüler: Die ehemalige Grenze des römischen Reiches trennt die Länder heute nicht mehr, sondern verbindet sie. In diesem Zusammenhang untersuchten die Jugendlichen auch die Frage, ob der Schutz des Limes hier in ihrer Heimat nachhaltig gewährleistet ist oder ob der Bau von Windrädern im Taunus - wie er zeitweise zur Diskussion stand - das Denkmal gefährden kann.

Exkursionen nach Aschaffenburg ins Pompejanum sowie zu Saalburg und Limes, wo die Schülerinnen und Schüler sich unter anderem gemeinsam mit der Projektgruppe der Partnerschule aus Ellwangen im Schwertkampf übten - bildeten Höhepunkte bei der Projektarbeit. Die Ergebnisse aller Schülerinnen und Schüler wurden in einer Ausstellung Mitte Juni im Medienzentrum der Humboldtschule präsentiert, die durch eine Ausstellungseröffnung mit vielen Gästen eingeleitet wurde.

Besonders hervorzuheben ist, dass dieses Projekt neben der Förderung von „denkmal aktiv“ und der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. von vielen weiteren Personen und Institutionen unterstützt wurde: Stadt Bad Homburg (Herr Hetjes – Oberbürgermeister), Saalburgmuseum (Herr Dr. Amrhein, Herr Schwarz, Herr Herrmann), Deutsche Limeskommission (Frau Dr. Matesic), Landesamt für Denkmalpflege Hessen / Abteilung hessenARCHÄOLOGIE (Herr Dr. Mückenberger). Bei allen möchten wir uns ganz herzlich bedanken!

Als UNESCO-Projektschule orientiert sich die Humboldtschule Bad Homburg in ihrer Arbeit an Leitlinien der UNESCO wie der „Welterbeerziehung“ und der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Aus diesem Grund hat die Humboldtschule im Schuljahr 2016/17 im Verbund mit der BBS Wittmund an „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, teilgenommen und ein breit angelegtes Projekt zum Thema „Nachhaltiger Tourismus im UNESCO-Weltkultur- und Weltnaturerbe“ durchgeführt. Das Projekt war ein Beitrag im Themenfeld „Nachhaltiger Tourismus im UNESCO-Welterbe“ der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.

Denkmal aktiv-Logo

In der Beschreibung des Themenfeldes heißt es unter anderem: „Die Umsetzung eines nachhaltigen Tourismus im Welterbe – sei es an Kultur- oder Naturerbestätten -, bildet einen der inhaltlichen Schwerpunkte des UNESCO-Welterbeprogramms. Ein ungelenkter und ausufernder Tourismus hat oft negative Auswirkungen auf die natürliche Umwelt und auf die von ihr lebenden Gemeinschaften sowie auf die Welterbestätten selbst. Tourismus kann also zu einem erheblichen Belastungsfaktor werden […]. Um dies zu vermeiden, ist eine behutsame, natur- und denkmalverträgliche Gestaltung des Tourismus erforderlich.“ (Auszug aus: „denkmal aktiv“-Ausschreibung 2016/17, Themenfeld der Deutschen UNESO-Kommission)

Um zu untersuchen, wie Tourismus sich in verschiedenen UNESCO-Welterbestätten gestaltet, haben in der Humboldtschule über 170 Schüler fächerübergreifend in verschiedenen Lerngruppen in Erdkunde, Französisch, Geschichte, Latein, Politik und Wirtschaft und in der UNESCO-AG der Unterstufe zu diesem Thema Recherchen angestellt. Dabei wurden verschiedene Welterbestätten untersucht: Ausgangspunkt war die Kurstadt Bad Homburg und deren Bewerbung um Anerkennung als Weltkulturerbe, darauf folgten die Kathedrale von Chartres, die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal, der Obergermanisch-Raetische Limes, der Nationalpark Serengeti, die Altstadt von Straßburg, Le Havre, die mittelalterliche Handelsstadt Provins, Paris mit Schloss und Park von Versailles, das Weltnaturerbe Wattenmeer, u.v.m.

Im Fachbereich Latein wurde der nachhaltige Tourismus am Limes kritisch unter die Lupe genommen. Bei Recherchen in Literatur und Internet, durch Interviews mit Familie, Freunden und Herrn Rüdiger Schwarz, Archäologe und Museumspädagoge im Römerkastell Saalburg, gingen die Schüler diesem Thema auf den Grund. Die Lateinschüler fanden dabei vieles heraus: Der Limes wird durch die Zusammenarbeit vieler Gremien – zum Beispiel im Bereich Denkmalpflege - institutionell geschützt und den Touristen so anschaulich präsentiert, dass diese motiviert werden, ihn dauerhaft zu erhalten. Dennoch konnten die Schüler Empfehlungen für einen noch nachhaltigeren Tourismus am Limes im Bereich Bad Homburg/Saalburg geben: Um diesen zu gewährleisten, müssten mehr Busse zur Saalburg fahren – die meisten Saalburgbesucher nehmen wegen der selten fahrenden Busse das Auto. Auch Mülltrennung müsste durchgeführt werden – die Stadt Bad Homburg schickt wöchentlich nur einen Müllwagen zur Saalburg, in dem der gesamte Müll ungetrennt abtransportiert wird.

Höhepunkte des Projekts bildeten verschiedene Exkursionen der einzelnen Projektgruppen und die Ausstellungseröffnung am 11.6.17, in der die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule gemeinsam präsentiert wurden.

Im Schuljahr 2013/14 wurde das "Wasser-Projekt" mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und ihrem Schulprogramm „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ durchgeführt. In der Humboldtschule wurde fächerübergreifend in den Fachbereichen Erdkunde, Kunst, Latein und in der UNESCO-AG der Mittelstufe zum Thema  „Wasser“ gearbeitet. Dieses Thema ist ein zentraler Punkt des UNESCO Bildungskonzepts BNE – „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ – und somit im Schulprogramm der Humboldtschule verankert.

Denkmal aktiv-Logo

Bei der Projektarbeit hat ein Lateinkurs, der über das Thema „Auf den Spuren der Antike im Homburger Kurpark“ recherchierte, herausgefunden, dass im Brunnenbereich des Parks im 19. Jahrhundert viele Funde der Römer, die die Quellen genutzt hatten, gemacht wurden. Durch Unterstützung des Städtischen Historischen Museums Bad Homburg, das Stadtarchiv Bad Homburg und das Saalburgmuseum konnten die Schülerinnen und Schüler viele Römerfunde aus dem Kurpark anschauen und fotografieren. Hervorzuheben ist, dass der Lateinkurs durch seine Projektarbeit beteiligt war an der Wiederentdeckung einer römischen Schüssel aus terra sigillata, die 1856 bei Ausgrabungen im Schacht des Kaiserbrunnens im Kurpark gefunden worden war.

Lateinschüler im Kurpark
Lateinschüler auf den Spuren der Antike im Kurpark...
Lateinschüler mit Römerfunden
... und auf der Suche nach Römerfunden im Archiv

Im Schuljahr 2011/2012 hat die Humboldtschule - unterstützt von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und ihrem Schulprogramm „denkmal aktiv“ - im Verbund mit anderen UNESCO-Projektschulen das „Limes-Projekt“ fächerübergreifend durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiteten das Thema „Römisches Welterbe in Hessen“ und fuhren am UNESCO-Projekttag zu Saalburg und Limes. Dort ließen sie das Leben der Römer bei Bogenschießen, Rallye und Rollenspiel lebendig werden.

Für das „Limes-Projekt“ erhielt die Humboldtschule eine besondere Auszeichnung: Ihr wurde dafür im August 2012 der „Förderpreis zum Saalburgpreis“ verliehen.

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Links zu UNESCO-Themen

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