Latein

Warum Latein lernen?

Latein ist keineswegs eine "tote Sprache". Wer Latein lernt, wird in vielen Bereichen seines Lebens davon profitieren. Hier nur die wichtigsten Gründe in Stichworten:

  • Viele Fremdwörter entstammen dem Lateinischen.
  • Die Grammatik anderer Sprachen wird verständlicher.
  • Moderne romanische Fremdsprachen sind erheblich leichter erlernbar.
  • Lateinunterricht schärft das strukturelle Denken.
  • Latein hat einen hohen allgemeinbildenden Wert.
  • Das Latinum ist für viele Studienabschlüsse verpflichtend.
Colosseum
Das Colosseum in Rom

Während der Schulzeit bietet das Fach Latein vor allem den Vorteil, dass Bezüge zu vielen anderen Unterrichtsfächern hergestellt werden können:

  • Im Unterschied zu den modernen Fremdsprachen lernt man im Lateinunterricht nicht, die Sprache selbst zu sprechen, sondern man übersetzt lateinische Texte ins Deutsche. Das bedeutet, dass man die Struktur und Grammatik der Sprache sehr genau betrachtet. Das hilft den Schülern dann sicher im Deutschunterricht und im Unterricht moderner Fremdsprachen, zumal die ganzen Fachbegriffe, die man dort verwendet, aus dem Lateinischen stammen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch viele inhaltliche Beziehungen zwischen Deutschunterricht und griechisch-römischer Antike. Man denke nur an Homers Epen oder die griechischen Tragödien, die im Lateinunterricht ständig vorkommen.
  • Mit dem Fach Geschichte sind die Überschneidungen besonders deutlich. Dies gilt selbstverständlich vor allem für die Antike, aber auch das Mittelalter und die Neuzeit sind ohne Latein nicht denkbar.
  • Ähnliches gilt für die Religion, die Philosophie, die Musik und die Kunst. Immer wieder tauchen Inhalte aus der Antike auf, die man im Lateinunterricht von den Grundlagen her kennenlernt.
  • Selbst zu den Naturwissenschaften und zur Mathematik lassen sich Bezüge herstellen. So lernt man im Lateinunterricht viel über das Leben von Menschen, deren Erkenntnisse für die Physik oder die Mathematik bedeutsam sind (Archimedes, Thales, Pythagoras u.a.).

Nach der Schulzeit kann es besonders aus zwei Gründen wichtig sein, Latein gelernt zu haben:

  • Wer Romanistik, Theologie, Geschichte oder Archäologie studieren will, muss das Latinum zwar nicht mitbringen, aber zum Examen vorweisen. Man kann es nachmachen, aber das kostet viel Zeit und Mühe. Wer es also schon von der Schule mitbringt, hat den Vorteil, sofort mit seinem Fach starten zu können.
  • Unsere westeuropäische Kultur basiert auf der griechisch-römischen Antike. Ob man in Museen geht, eine Oper besucht oder im Mittelmeerraum Urlaub macht: Immer wieder stößt man auf Spuren der Antike. Diese Spuren dann einordnen, von ihnen aus weiterdenken und Bezüge herstellen zu können, sei es zur Geschichte oder zur Gegenwart, macht sehr viel Spaß und hält zugleich unserer heutigen Welt einen Spiegel vor.

Latinum

Das Latinum erhält man während der Schulzeit mit der Note „ausreichend“ in den unten beschriebenen Fällen automatisch. Es ist also einfacher, das Latinum (das für viele Studienabschlüsse verpflichtend ist) in der Schule zu erwerben, als später an der Universität in lernintensiven Kursen nachholen zu müssen.

Latein als 2. Fremdsprache (Klasse 6)

Wählt man Latein als 2. Fremdsprache, so erhält man das Latinum nach der Einführungsphase (G8: 10. Klasse, G9: 11. Klasse) automatisch mit Erreichen der Note „ausreichend“ (05 Punkte) oder besser.

Latein als 3. Fremdsprache (Klasse 8)

Wählt man Latein als 3. Fremdsprache, so erhält man das Latinum nach der Q4 (G8: 12. Klasse, G9: 13. Klasse) automatisch mit Erreichen der Note „ausreichend“ (05 Punkte) oder besser.

Hat man Latein ab der 6. Klasse belegt und geht in der E-Phase (G8: 10. Klasse, G9: 11. Klasse) ins Ausland, so gibt es zwei Möglichkeiten, das Latinum zu erwerben:

1. Man belegt Latein in der Q1 (G8: 11. Klasse, G9: 12. Klasse) als Grundkurs: Schließt man diesen Kurs mit der Note „ausreichend“ (05 Punkte) ab, so erhält man automatisch das Latinum.

2. Vorgezogene Prüfung: Es besteht auch die Möglichkeit, am Ende des letzten Mittelstufenjahrganges (G8: 9. Klasse, G9: 10. Klasse) das Latinum in einer schriftlichen Prüfung zu erwerben. Diese Prüfung ist nicht einfach, da man in ihr zeigen muss, dass man auch den Stoff des Lateinunterrichts der Einführungsphase (10. bzw. 11. Schuljahr) beherrscht. Wer dennoch diese Prüfung ablegen möchte, sollte zu Beginn des 9. bzw. 10. Schuljahres seinen Lateinlehrer ansprechen. Dieser berät individuell, was für die Prüfung zu tun ist und wann sie stattfinden wird.

Sollten Sie Fragen zum Erwerb des Latinums haben, sprechen Sie das Team der Lateinlehrer an der Humboldtschule gern jederzeit an!

Exkursionen und Fahrten

Vom Fachbereich Latein werden verschiedene Exkursionen angeboten, um den Schülerinnen und Schülern die Welt der Antike näherzubringen. Wir fahren z.B. mit unseren Klassen zur Saalburg, aber es werden auch kleinere Exkursionen in Bad Homburg selbst organisiert, hier z.B. ein Besuch im Kurpark bei den „Blickachsen“. Dort wird mit der Statue „Der Apoll“ (1989) von Markus Lüpertz die Mythologie um den Gott der griechisch-römischen Antike lebendig. Ein beliebtes Ziel unserer Kurse ist auch das Liebieghaus in Frankfurt.

Exkursion Kurpark
"Der Apoll" (1989) von Markus Lüpertz
Exkursion Liebighaus Frankfurt
Liebighaus, Frankfurt

Rom-Fahrten

Daneben finden speziell für die Oberstufe in regelmäßigen Abständen auch Studienfahrten nach Rom statt. Dort geht es neben Geschichte, Kunst und Architektur natürlich auch um das UNESCO-Welterbe von der Antike bis zur Neuzeit. Es versteht sich von selbst, dass das „dolce vita“ Italiens ebenfalls wichtiger Bestandteil dieser Fahrten ist!

UNESCO-Welterbe-Projekte

Die Fachschaft Latein führt in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz regelmäßig fächerübergreifende Projekte durch, welche die in den Bildungsansätzen der UNESCO-Projektschulen verankerte Welterbeerziehung ganz praktisch angehen. Hier können Sie sich über die bisher durchgeführten Projekte informieren.

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