Fächer

Besondere Unterrichtsangebote

Unsere folgenden Angebote gehen über den allgemeinen gymnasialen Fächerkanon hinaus und ergänzen bzw. erweitern diesen:

Bildung

Fächerkanon

Sprachlich-künstlerisches Aufgabenfeld und Sport

Wesentliches Ziel des Deutschunterrichts ist die Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit, nämlich das Vermögen, Sprache in Wort und Schrift als Mittel der Darstellung und Mitteilung, als Medium und Gegenstand der Erkenntnis zu gebrauchen. 

Der Sprachunterricht fördert neben verantwortlichem und humanem Sprachgebrauch selbstständiges und kritisches Denken, intellektuelle Flexibilität, kulturelle Offenheit, Bereitschaft zu Leistung und Verantwortungsbewusstsein, erweitert gleichzeitig die Möglichkeit der verantwortlichen Selbst- und Mitbestimmung im Denken, Reden und Handeln. Der Deutschunterricht hilft damit, Unmündigkeit und Angepasstsein zu überwinden, Kritikfähigkeit und eigenständige Urteilskraft zu wecken und zu stärken, Offenheit in der Weltzuwendung zu entwickeln und die Kompetenz zur Problembewältigung und Mitgestaltung des öffentlichen und kulturellen Lebens zu erreichen.

Aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen Sprache und Denken führt der Deutschunterricht in die Verfahren des geistigen Arbeitens ein und befähigt zur Reflexion, Abstraktion und Argumentation.

Zusatzangebote im Fach Deutsch

Expertenkurs Schreibwerkstatt / Förderunterricht Deutsch / Deutschkurs zur Sprachförderung / Deutsch als Zweitsprache (DAZ) / Vorlesewettbewerb / Vorlesetag / Exkursionen

Über die Vermittlung von Werthaltungen wie Akzeptanz und Toleranz eröffnet der Fremdsprachenunterricht die Möglichkeit, anderen Kulturen mit Empathie zu begegnen. Das Kennenlernen des anderen soll zu einer Horizonterweiterung führen und die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben schaffen. 

Im Zuge der Globalisierung der Wirtschaft und der Revolution auf dem Felde der Informationstechnologie ist die Beherrschung der englischen Sprache als Eingangsvoraussetzung für eine immer größer werdende Zahl von Berufen unabdingbar. In Zukunft wird es, zumindest für Absolventen höherer Bildungsgänge, keine Lern- und Arbeitsbereiche ohne Notwendigkeit der ständigen Nutzung computergestützter Kommunikationsmittel geben; diese werden auch in voraussehbarer Zukunft englischsprachig orientiert sein. Und auch angesichts der internationalen Vernetzung vieler Lebensbereiche, internationaler Firmenzusammenschlüsse und einer hohen Exportabhängigkeit selbst kleiner bis mittlerer mittelständischer Unternehmen bedarf es schon für die Kommunikation am Arbeitsplatz in vielen Fällen mehr als nur der Basiskenntnisse im Englischen.

MUN - Bilingualer Zusatzkurs

Das Projekt Model United Nations ist die Simulation einer Konferenz der Vereinten Nationen, bei der die Schülerinnen und Schüler als Delegierte und Diplomaten über weltpolitische Themen debattieren und dabei sowohl ihre englischen Sprachkompetenzen als auch ihre internationalen Handlungskompetenzen entwickeln. Im MUN-Zusatzkurs werden sie auf dieses Projekt gezielt vorbereitet.

Erstes Ziel des Französischunterrichts ist die Entwicklung der mündlichen und schriftlichen Kommunikationsfähigkeit zur Bewältigung von außerschulischen Sprachverwendungssituationen bei Aufenthalten im Ausland, im beruflichen Umfeld, im Kontakt mit ausländischen Bürgern und im akademischen Studium. Interkulturelles Lernen steht daher im Mittelpunkt des Französischunterrichts.

Französisch wird an der HUS als erste Fremdsprache ab Klasse 5 oder als zweite Fremdsprache ab Klasse 6 unterrichtet. Alle Schülerinnen und Schüler, die Französisch als 1. Fremdsprache gewählt haben, erhalten bilingualen Unterricht. Bilingualer Unterricht ist Sachfachunterricht auf Französisch in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern Geschichte und Erdkunde (7.-9. Klasse).

Alle Französisch-Schülerinnen und Schüler können an Frankreich-Austauschen teilnehmen, und sie haben außerdem die Möglichkeit, verschiedene international anerkannte Sprachzertifikate abzulegen. Wenn sie den Französisch Leistungskurs und die bilingualen Kursangebote in der Oberstufe besucht haben, können sie sogar das deutsch-französische Abitur Abibac erwerben.

Hier finden Sie noch ein paar Gründe, warum man Französisch wählen sollte, sowie die Inhalte der Nachprüfung, wenn diese einmal nötig sein sollte.

¡Viva el español! Spanisch ist eine Weltsprache, die in mehr als 20 Ländern dieser Erde als Erst- oder Zweitsprache gesprochen wird. Bereits das Beherrschen von Grundstrukturen des Spanischen erlaubt eine Orientierung in vielfältigen Begegnungssituationen einer immer enger zusammenrückenden Welt.

Trotz der offensichtlichen Omnipräsenz des Englischen in vielen wirtschaftlichen und politischen Bereichen ist das Spanische bei persönlichen Begegnungen und dem Kontakt zu Menschen der hispanophonen Welt unverzichtbar. Die Integration Spaniens in die Europäische Union, Spaniens Vollmitgliedschaft in der NATO und die Bedeutung der hispanoamerikanischen Welt in ihrer Beziehung zu Deutschland und Europa sowie die Akzeptanz des Spanischen als Welthandelssprache machen Spanisch zu einer Sprache, die in dieser Welt immer größere Bedeutung erfährt. Mit Spanisch als Fremdsprache eröffnen sich Schülerinnen und Schülern Zugänge zu vielfältigen Gesellschaften und Kulturen in unterschiedlichen Regionen dieser Erde.

Hier können Sie sich über die Möglichkeiten mit Spanisch als 2. oder 3. Fremdsprache informieren, und hier über unseren Costa-Rica-Austausch.

Colosseum

Die lateinische Sprache hatte die Funktion der lingua franca zur Zeit des römischen Weltreiches bis zum Beginn der Neuzeit inne. Das frühe europäische Selbstverständnis ist in lateinischen Quellen niedergelegt. Die griechisch-römische Antike stellt Ursprung und gemeinsame Wurzel des zunehmend zusammenwachsenden modernen Europas dar und prägt seine Werte zusammen mit dem jüdisch-christlichen Gedankengut von der Antike bis heute maßgeblich. Daraus ergibt sich ein Anknüpfungspunkt bezüglich der Wirkungsgeschichte antiker Wertvorstellungen und politischer Ideen. Somit kommt dem Lateinunterricht gerade in der heutigen Zeit eine aktuelle Bedeutung zu.

Hier  erläutern wir die Vorteile des Lateinunterrichts und die Wege zum Erwerb des Latinum noch einmal detailliert und zeigen Ihnen, wie lebendig wir den Lateinunterricht gestalten durch Exkursionen, Fahrten nach Rom und UNESCO-Welterbe-Projekte.

Geige

Seit Januar 2003 trägt die Humboldtschule den vom Kultusministerium verliehenen Titel „Schule mit Schwerpunkt Musik“. Sie gehört damit zu den wenigen sogenannten „musikalischen Leuchttürmen“ in der hessischen Schullandschaft. 

Wir greifen die Freude und das Interesse der Schülerinnen und Schüler an der Musik auf und eröffnen vielfältige Möglichkeiten zu ihrer individuellen und gemeinschaftlichen Aneignung. So können die Schülerinnen und Schüler im Unterricht und in den Arbeitsgemeinschaften eine Vielzahl unterschiedlicher Erfahrungen im Umgang mit Musik sammeln, musikbezogene Fertigkeiten und Fähigkeiten ausbilden und fachliche Kenntnisse erwerben.

Unser Musikunterricht spielt eine wichtige Rolle bei der Herausbildung und Entwicklung von Sensibilität, Phantasie, Kreativität und Urteilsvermögen. Damit tragen wir zur Persönlichkeitsbildung im Sinne einer Ganzheit von geistigen, seelischen und körperlichen Anteilen bei, ebenso zur Entwicklung von Engagement und Verantwortung im gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Handeln und zur Ausbildung eines historisch-kulturellen Bewusstseins im Spannungsfeld von überlieferter und gegenwärtiger, eigener und fremder Musikkultur. Angesichts der nahezu ständig verfügbaren und unüberschaubaren Vielfalt von Musik geben wir den Schülerinnen und Schülern Orientierungshilfen und befähigen sie zum selbstständigen, sachkundigen und reflektierten Umgang mit Musik in ihren gesellschaftlichen Bezügen. Im Hinblick auf die zunehmende Kommerzialisierung der Musikkultur ist die mündige Selbstbestimmung der Schülerinnen und Schüler eines unserer zentralen Anliegen.

Das Fach Kunst trägt in besonderer Weise die Möglichkeit und die Verantwortung, zur Identitätsbildung und Persönlichkeitsentwicklung von Heranwachsenden beizutragen. Darum bieten  wir unseren Schülerinnen und Schülern beim ästhetischen Lernen vor allem Raum, sinnliche Erfahrungen zu sammeln und kreative Potentiale zu entfalten. Zu den vielfältigen Anliegen des Faches gehört neben der gezielten Förderung der eigenen bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten und den bildrezeptiven Kompetenzen auch der systematische Aufbau einer kulturellen bzw. kunstspezifischen Allgemeinbildung, die eine Grundorientierung im kulturellen Leben ermöglicht.

Wir bieten in bestens ausgestatteten KunstWerkStätten nicht nur Kunstunterricht, wir ermöglichen unseren Humboldtschülerinnen und -schülern auch die Teilnahme an Ausstellungen und überregionalen sowie internationalen Wettbewerben. Hier können Sie sich einen Eindruck von der Qualität unserer Schülerarbeiten machen.

Die für kreative Techniken stets offene Liste unserer Arbeitsmöglichkeiten umfasst z.B.:

  • Grafik: Zeichnungen aller Art, druckgrafische Verfahren, Layout
  • Malerei: Aquarell-, Tempera- & Acryl-Tafelmalerei; große Malprojekte
  • Plastik: eigene Keramikwerkstatt, Skulptur, Aufbauplastik, Assemblagen
  • Architektur: Modellbau, Grundrissplanungen, Aufrisse von Fassaden
  • Bildmedien: Digitalfotografie & Bildbearbeitung, multimediales Präsentieren, Screendesign
  • Lernort Museum: Kooperation mit dem Sinclair-Haus und dem ArtLantis-Kulturverein, regelmäßige Museumsbesuche aller Q1/2- Kunstkurse im Januar (Schwerpunkt Medienkunst)
Darstellendes Spiel an der HUS

Alternativ zu den Fächern Kunst und Musik bietet die Humboldtschule das Fach 'Darstellendes Spiel' (DS) in der Oberstufe als reguläres Unterrichtsfach an. In den Jahrgangsstufen 8 und 9 können die Schülerinnen und Schüler DS als Wahlunterricht besuchen. Hier lernen sie schauspielerische Mittel kennen, mit denen sie ihre eigenen Lebensmodelle im Spiel überprüfen, sich in fremde einleben und sie nachgestalten oder auch neue entwerfen können.

Dieser Prozess der Selbstfindung befähigt den Jugendlichen, frei vor Zuschauern aufzutreten. Technische Fertigkeiten wie Schulung der Stimme, der Artikulation und der Körpersprache helfen ihm, sein Publikum zu überzeugen. Auch das schriftliche Ausdrucksvermögen wird trainiert - beim Verfassen von Rollenbiografien, Programmheften, Dialogen, Szenen oder ganzen Spieltexten.

Im Miteinander mit den Spielpartnern erproben die Schülerinnen und Schüler Rücksichtsnahme, Toleranz, Verlässlichkeit und Eigenverantwortung mit dem Ziel, ein Stück gemeinsam zu planen, es ggf. selbst zu entwerfen, es einzustudieren und es möglichst eigenständig auf die Bühne zu bringen.

Sport an der HUS

Vor dem Hintergrund einer Umwelt, die den Kindern und Jugendlichen immer weniger natürliche Bewegungsanlässe bietet, leistet der Schulsport einen eigenständigen und nicht ersetzbaren Beitrag zur Einlösung des ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule. Der Schulsport soll bei allen Kindern und Jugendlichen die Freude an der Bewegung und am gemeinschaftlichen Sporttreiben wecken und die Einsicht vermitteln, dass kontinuierliches Sporttreiben verbunden mit einer gesunden Lebensführung sich positiv auf ihre körperliche, soziale und geistige Entwicklung auswirkt. Gleichzeitig soll Sport in der Schule Fähigkeiten wie Fairness, Toleranz, Teamgeist, Einschätzen der eigenen Leistung und Leistungsbereitschaft, fördern und festigen.

Mit seinem breiten Spektrum an Förderungsmöglichkeiten trägt der Schulsport wesentlich zur Entwicklung eines vielfältigen Schullebens im Sinne der „Bewegungsfördernden Schule“ bei. Dazu gehört auch der Schwimmunterricht für die sechsten Klassen der Humboltschule. Dieser findet einmal wöchentlich jeweils dreistündig im Seedambad in Bad Homburg statt. Diese kompakte Zeitstaffelung gewährleistet genügend Schwimmzeit für die SchülerInnen und Schüler.

Über den regulären Unterricht hinaus bieten wir einige Sport-AGs an, und wir führen regulär in der Jahrgangsstufe 8 eine Klassenfahrt mit sportlichem Schwerpunkt durch, die durch eine Skiklassenfahrt in der 7. Klasse ersetzt werden kann.

Gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld

UN-Logo in NY

Demokratie braucht mündige, informierte und sozial handelnde Bürgerinnen und Bürger. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, unseren Schülerinnen und Schülern die Kenntnisse und Einsichten zu vermitteln, die zum Verständnis politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sachverhalte erforderlich sind und die Grundlage eines politischen Urteils bilden sollen. Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler auf eine verantwortliche Mitwirkung in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft vorzubereiten.

Wir bringen die Schüler und Schülerinnen in Kontakt mit dem politischen Geschehen und der gesellschaftlich-politischen Entwicklung mit dem Ziel, ihnen EInblicke in die Zusammenhänge der bedeutsamen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme der Gegenwart und der Zukunft zu ermöglichen.

MUN - bilingualer Zusatzkurs

Zur Vorbereitung der Teilnahme am Projekt Model United Nations bieten wir einen bilingual-englischen "MUN-Zusatzkurs" in der E-Phase an (d.h. politische Inhalte werden in englischer Sprache vermittelt). Die Teilnahme an dem Kurs ist die Voraussetzung für den Besuch verschiedener MUN-Konferenzen auf nationaler und internationaler Ebene.

Das Fach Geschichte trägt gemeinsam mit den Fächern Erdkunde sowie Politik und Wirtschaft zur politischen Bildung bei. Durch die unterrichtliche Beschäftigung mit politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Strukturen, Ereignissen und Prozessen der Vergangenheit ermöglichen wir die Entwicklung von Geschichtsbewusstsein. Dieses bietet unseren Schülerinnen und Schülern Hilfe zur Standortfindung, Standortbestimmung und Teilhabe am demokratischen und sozialen Rechtsstaat, in der gegenwärtigen Gesellschaft und in einer sich schnell verändernden Welt.

Wir als UNESCO-Projektschule möchten unsere Schülerinnen und Schüler über die Erfahrung der Geschichtlichkeit menschlicher Existenz - also auch der eigenen - dazu befähigen, Toleranz gegenüber anderen Überzeugungen zu üben, sowie politische und gesellschaftliche Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Dadurch entwickeln wir die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, zu historisch angemessenen, differenzierten Urteilen zu kommen.

Geschichte Bilingual

Alle Schülerinnen und Schüler, die Französisch als 1. Fremdsprache gewählt haben, erhalten bilingualen Unterricht auf Französisch in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern Geschichte und Erdkunde (7.-9. Klasse). 

UNESCO-Puzzle

Geografie als die Bezugswissenschaft des Faches Erdkunde ist die Wissenschaft von der Erde und ihrem geologischen Aufbau, von der klimatischen und geomorphologischen Vielfalt der Erdoberfläche, von den Landschafts- und Meeresräumen, besonders im Hinblick auf die Wechselwirkungen zwischen Erde und Mensch. Im Mittelpunkt unseres Erdkundeunterrichts steht der von Naturfaktoren und menschlichen Aktivitäten geprägte Raum. Dabei legen wir die Beziehungen zwischen und die Zusammenhänge innerhalb verschiedener Lebensräume der Erde dar, indem wir die Gesamtheit der Mensch-Raum-Beziehungen betrachten und kritisch hinterfragen. Unser Ziel - im Sinne des UNESCO- und Nachhaltigkeitsgedankens - ist es, bei den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein für ihren eigenen Einfluss auf die Umwelt zu schärfen, ihnen sachgerechte Informationen zu geben und ihnen die Fähigkeit zum Treffen umweltgerechter Entscheidungen zu  vermitteln. 

Erdkunde Bilingual

Alle Schülerinnen und Schüler, die Französisch als 1. Fremdsprache gewählt haben, erhalten bilingualen Unterricht auf Französisch in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern Geschichte und Erdkunde (7.-9. Klasse). 

Evangelischer Religionsunterricht leistet einen eigenständigen Beitrag zur persönlichen Orientierung und individuellen Bildung der Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen seiner Voraussetzungen hat er die Aufgabe, den christlichen Glauben in Geschichte und Gegenwart sachgemäß darzustellen, seine Bezüge zur heutigen Lebenspraxis des Einzelnen wie der Gesellschaft zu klären und zu verdeutlichen. Er soll die religiösen Fragen der Schülerinnen und Schüler aufnehmen und ihnen die Inhalte des christlichen Glaubens so nahe bringen, dass der christliche Glaube für sie als befreiende, herausfordernde und Hoffnung stiftende Lebensmöglichkeit bedeutsam werden kann.

Der Religionsunterricht setzt vielmehr einen Such- und Verständigungsprozess in Gang über die Bedeutung religiöser Überlieferung und ihrer Transformation in die Gegenwart der Schülerinnen und Schüler. Religionsunterricht fördert daher erfahrungsorientierte Aneignungsprozesse. Nur so kann er Hilfestellung leisten bei der Entwicklung einer offenen, verständigungsfähigen Identität, die Ängste und Verunsicherungen nicht verdrängt, sondern sich von Lebenszuversicht und Hoffnungsperspektiven leiten lässt.

Im Religionsunterricht erhalten Jugendliche die Möglichkeit, Religion als eine unverwechselbare Lebensdimension zu erfahren, die nicht mit Moral oder Philosophie gleichzusetzen ist. Der Unterricht fördert die Offenheit für Transzendenz und bietet die Chance, am Beispiel christlicher Wahrheitserfahrung und -prüfung den Ernst des Wahrheitsproblems vor Augen zu führen.

Wie kein anderes Schulfach fragt der Religionsunterricht auf der Grundlage reflektierter Tradition nach dem Ganzen und nach dem Sinn des menschlichen Lebens und der Welt. Er leistet einen eigenständigen und unersetzlichen Beitrag zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule und zur Identitätsfindung und Lebensbewältigung junger Menschen. Sie sollen ein freies, selbstbestimmtes Verhältnis zu Religion und Glauben gewinnen.

Wir gestalten mit Freude unseren Unterricht im Geiste dieser großen Fragen und Aufgaben des Faches. Selbstverständlich gehört dabei zum Katholischen Religionsunterricht auch die Bereitschaft, sich auf das Nachdenken über Gott, Jesus Christus und die großen philosophischen Fragen des Lebens, neue Entdeckungen beim Lesen der biblischen Texte einzulassen. Ebenso gehört aber auch die Beschäftigung mit uns selbst und den Orten christlichen Lebens und Glaubens und der Tradition der Kirche dazu – und hiervon ausgehend auch die Neugier und Bereitschaft zum Kennenlernen anderer Religionen und Konfessionen, zum Austausch und zum interreligiösen Lernen miteinander. Für uns ist daher die Einbeziehung außerschulischer Lernorte wie etwa des Bibelmuseums oder auch der Orte religiösen Lebens in Bad Homburg und Frankfurt selbstverständlich. 

Wir möchten - insbesondere als UNESCO-Projektschule - Begegnungen ermöglichen und unsere Schülerinnen und Schüler ermutigen, sich mit aktuellen Fragen auseinanderzusetzen. In diesem Sinne bieten wir einen offenen Raum, sich selbst und die eigenen Sichtweisen zu reflektieren und Fragen zu artikulieren, und auch eigene Themenwünsche und einzubringen.

Dazu trägt auch die Gestaltung von Workshops zur „Frage nach dem gelingenden Leben“ an den UNESCO-Projekttagen bei. Zudem wird durch die Gestaltung von Schulgottesdiensten und Andachten auch im Alltag des Schullebens ein praktischer religiöser Akzent gesetzt.

Bildung

Die Freundschaft zum Wissen, die Philosophie, ist die erste und die einzige allumfassende Wissenschaft, aus der alle anderen Wissenschaften hervorgegangen sind. Die in ihr beheimatete Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie bilden zudem die Grundlage jeder Wissenschaft.

Im Mittelpunkt unseres Philosophieunterrichts steht das aktive gemeinschaftliche Philosophieren: „Entsprechend dieser Maxime liegt der Schwerpunkt des Philosophieunterrichts auf dem „Philosophieren lernen“ und nicht auf dem „Philosophie lernen“ […] Beim Philosophieren als elementare Kulturtechnik kommt es darauf an, sich im Denken und durch das Denken zu orientieren“. (Kerncurriculum Philosophie gymnasiale Oberstufe, S.10). Dabei werfen die erarbeiteten Antworten meist weitere Fragen auf, denen nachgegangen wird. Dabei üben wir insbesondere die Kompetenzen Wahrnehmen, Deuten, Analysieren, Kritisieren, Spekulieren, sowie fachübergreifende und fächerverbindende Zusammenhänge ein. 

Das Fach wird ab der E-Phase mit zwei Wochenstunden als Grundkurs unterrichtet, in der E-Phase als Wahlunterricht, in Q1 bis Q4 als zusätzlicher freiwilliger Kurs. Wer das Fach ab der E-Phase besucht hat, kann sich im Abitur darin prüfen lassen. Diese Prüfung kann eine Prüfung in den Fächern Religion, Ethik sowie Politik und Wirtschaft ersetzen, wenn dies die Fächerzusammenstellung zulässt.

Lions-Quest „Erwachsen werden“ ist ein Jugendförderprogramm für 10 bis 14-jährige Mädchen und Jungen, das an der Humboldtschule in den Jahrgängen 5 bis 7 mit einer Wochenstunde unterrichtet wird.

Im Mittelpunkt des Unterrichts steht die planvolle Förderung der sozialen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Diese unterstützen wir dabei, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikativen Fähigkeiten zu stärken, Kontakte und positive Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag angemessen zu begegnen und konstruktive Lösungen für Probleme, die gerade die Pubertät gehäuft mit sich bringt, zu finden. Gleichzeitig möchten wir den Schülerinnen und Schülern mit diesem Programm Orientierung beim Aufbau eines eigenen, sozial eingebundenen Wertesystems anbieten.

Die sieben Kapitel zum Programm bilden ein fächerübergreifendes Curriculum „Soziales Lernen“, das auch zahlreiche Anlässe bietet, Eltern und soziales Umfeld der Kinder und Jugendlichen einzubeziehen.

Für umfassende Informationen über das Lions Quest-Programm besuchen Sie bitte die Lions Quest Homepage: http://www.lions-quest.de/lions-quest/

  1. Meine Klasse
  2. Stärkung des Selbstvertrauens
  3. Mit Gefühlen umgehen
  4. Die Beziehungen zu meinen Freunden
  5. Ich entscheide für mich selbst
  6. Mein Zuhause
  7. Ich weiß, was ich will

Mathematisch-naturwissenschaftliches Aufgabenfeld

Handlungsorientierter Mathematikunterricht

Wir stellen - vor allem in den Klassen 5 und 6, aber auch in den höheren Klassen - das handlungsorientierte Lernen in den Vordergrund des Mathematikunterrichts:

Mit Mexbrettern, Klickies und Mathekoffern können die Schülerinnen und Schüler die Unterrichtsinhalte im wahrsten Sinne des Wortes erfassen, auf dem Mathtrail können sie Mathematik in der Umgebung anwenden. Natürlich legen wir trotzdem Wert darauf, dass die Rechenverfahren auch angewendet und eingeübt werden. Ab der 7. Klasse verwenden wir den wissenschaftlichen Taschenrechner und verschiedene Computerprogramme, um Inhalte zu veranschaulichen und um komplexe Aufgaben mit möglichst realitätsnahen Daten lösen zu können.

Für Schülerinnen und Schüler, die sich noch mehr mit Mathematik beschäftigen möchten, gibt es die Expertenkurse in den Klassen 6, 7 und 8. Darüber hinaus bieten wir regelmäßig die Teilnahme am Känguruwettbewerb, der Matheolympiade und am Klassenwettbewerb Mathematik ohne Grenzen an. Zeichnen sich dagegen beim Übergang zur Mittelstufe Schwierigkeiten ab, gibt es in den Jahrgangsstufen 8 und 9 die Möglichkeit, einen Förderkurs zu besuchen.

Mit dem zunehmenden Einsatz molekularbiologischer, biochemischer und biophysikalischer Verfahren und Methoden hat sich die Biologie von einer deskriptiven und experimentellen Wissenschaft zur Systemtheorie mit interdisziplinärem Charakter gewandelt. Im Zentrum dieses kaum noch eingrenzbaren Bereichs, eben der Biowissenschaften, stehen heute

  • die Entschlüsselung und Funktionsanalyse des menschlichen Genoms und anderer Lebewesen durch Molekulargenetik, Entwicklungsphysiologie und Biochemie
  • die Aufklärung über die Leistungen des menschlichen Gehirns durch Neurophysiologie und Neuropsychologie
  • die ökologische Forschung über globale Zusammenhänge von Umweltbelastungen
  • die Entstehung, Ausbreitung und Bekämpfung sich global verbreitender Seuchen
  • Erkenntnisse über die Bedeutung anthropogener Ökosysteme für Gesundheit, Ernährung, Rohstoffressourcen und regenerative Energiegewinnung.

Die prozesshafte Beziehung zwischen selbst erarbeiteter Wissensbeherrschung des Einzelnen einerseits und den einfach übernommenen Urteilen aus der Wissenschaft andererseits schafft eine Basis für konkretes sachangemessenes Entscheiden und Handeln, so wie es von mündigen Bürgern gefordert ist. Dabei besteht die Schwierigkeit, sich aus den z.T. widersprechenden Äußerungen einzelner Wissenschaftler zu Forschungsergebnissen und Zukunftsprognosen das heraus zu suchen, worauf man sich verlassen kann.

Im Fach Chemie befassen wir uns - veranschaulicht durch viele Experimente - mit spannenden naturwissenschaftlichen Phänomenen, welche den Schülern häufig im Alltag begegnen, z.B.: Warum sprudelt es, wenn ich Brausepulver in Wasser gebe? Woher stammen die vielen bunten Farben einer Feuerwerksrakete? Wieso leuchten die „Leuchtsterne“ an meiner Zimmerdecke, wenn es dunkel ist?

Folgende Angebote umfasst der Chemieunterricht an der HUS:

  • Forscher-AG Klasse 5/6: erste Erfahrungen mit chemischen Vorgängen
  • Chemieunterricht ab Klasse 7 und Wahlunterricht in Klasse 9 und 10 (G8: Kl. 8/9): zusätzliche Inhalte, Heranführung an Chemie-Wettbewerbe
  • Leistungskurs Chemie in der Oberstufe
  • Chemie-Wettbewerbe: „Chemie mach mit“, Dechemax, internationale Chemie-Olympiade etc.
  • Chemie-Förderprogramme: Young Chemist Award, Erfinderlabor des ZfC
  • Exkursionen der Chemie-Leistungskurse: u.a. zu BASF, Liebig-Museum, Salzgitter Flachstahl AG, Brauereibesichtigungen uvm.
  • Kooperationen mit der Universität Frankfurt: zweitägiges Praktikum für alle LK-Schüleinnen und Schüler

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern demnach nicht nur ideale Möglichkeiten, ein umfassendes Wissen im Fach Chemie zu erwerben – wir ebnen ihnen sogar den Weg, ihr Interesse und ihre Leidenschaft bis ins Berufsleben mit den besten Voraussetzungen weiterzuführen.

Ziel des Physikunterrichtes ist es, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Vorgänge in der Natur zu begreifen. In Lebensbereichen, in denen physikalisch-naturwissenschaftliches bzw. technisches Verständnis erforderlich ist, sollen sie sachkompetent und verantwortungsbewusst entscheiden und handeln.

Im Zentrum des Unterrichtes stehen die Erarbeitung physikalischer Erkenntnisse, die Reflexion der Wege und Methoden, die Einblicke in die Wissenschaft der Physik und die Durchdringung der Verflechtungen zwischen physikalischer Forschung, technischer Anwendung und Gestaltung alltäglicher Lebensbedingungen.

Die Informatik als Bezugswissenschaft nimmt in dem gesellschaftlichen Wandel eine Schlüsselrolle ein, da sie sich mit den theoretischen Grundlagen, Methoden und Verfahren der Informations- und Kommunikationstechniken beschäftigt, welche auch gegenüber der ungemein schnellen technischen Entwicklung Bestand haben. Einen verantwortungsbewussten Umgang mit Information, das Verständnis für dynamische Abläufe und für entsprechende Problemlösemethoden, setzen grundlegende Kenntnisse der Informatik für alle voraus.

Informatik wird in den Klassenstufen 8 und 9 im Rahmen des Wahlunterrichtes angeboten, in der Oberstufe (Jahrgangstufen 10-12) werden Kurse im Fach Informatik angeboten. Jeder Schülerin und jedem Schüler steht ein PC zur Verfügung. Die Struktur des Schulnetzwerkes ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern auch gemeinsam an einem PC oder über das Netz gemeinsam an einzelnen Dokumenten zu arbeiten. Die Arbeiten können nach einer geschützten Anmeldung auf je einem eigenen Schüler-Laufwerk gesichert werden. Neben den Computern stehen Beamer, Druckmöglichkeiten, Videobearbeitung, Soundbearbeitung, digitale Fotoapparate sowie Smartboards und ActivePanels für professionelle Präsentationen zur Verfügung.

Wahlunterricht

Der Wahlunterricht (WU) wird in den Jahrgangsstufen 9+10 (G8: 5-9) als Ergänzung zur regulären Stundentafel erteilt. Er bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, besondere Neigungen im Unterricht einzubringen oder auch Versäumtes nachzuholen.

Bis zum Ende der Sekundarstufe I müssen 4 Stunden (G8: 5 Stunden) Wahlunterricht belegt sein. Dafür werden unter G8 auch Stunden in bestimmten Fächern angerechnet:

  • 1 Stunde Lions Quest (je 1/2 Stunde in 5. und 6. Klasse)
  • 2 Stunden in Französisch 1. Fremdsprache (je 1 Stunde in 5. und 6. Klasse)
  • 3 Stunden Musik in der Musikklasse (je 1 Stunde in 5., 6. und 8. Klasse)
  • 2,5 Stunden in Geschichte / Erdkunde Bilingual (1/2 Stunde in 7., je 1 Stunde in 8. und 9. Klasse)
Spanischunterricht
Mathematik Expertenkurs
Mathematik Expertenkurs

Wahlunterrichtsangebot (Beispiele):

Curricula

Im Schulcurriculum haben wir - aufbauend auf dem Kerncurriculum des Landes Hessen - die Themen und Inhalte festgelegt, an denen wir die jeweiligen Kompetenzbereiche erarbeiten:

Schulcurriculum HUS G8 (pdf)
Schulcurriculum HUS G9 (pdf)

Kerncurricula für die Sekundarstufen I und II (Link zum HKM)