Ethik

Der Unterricht in Ethik dient der Erziehung zur ethischen Urteilsbildung und zum ethisch reflektierten Handeln. Er orientiert sich an den Grundwerten, wie sie in der Verfassung des Landes Hessen und im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland zum Ausdruck kommen. Dazu gehören insbesondere Menschenwürde, Freiheit, Toleranz und Gerechtigkeit. Der Ethikunterricht achtet die Pluralität der Bekenntnisse und Orientierungen im weltanschaulich neutralen Staat als Ausdruck der freiheitlichen Wertbasis offener Gesellschaften.

Die Didaktik des Fachs ist über das vermittelbare Wissen hinaus an das Ziel der Persönlichkeits­bildung der Schülerinnen und Schüler gebunden und an das Ziel der Mitgestaltung ihres Gemein­wesens mit dem Blick auf den Erfahrungshorizont und die Gestaltungsmöglichkeiten der jeweiligen Altersstufe.

Von der Bindung an bestimmte Jahrgangsstufen unabhängig ist jedoch das Ziel der Selbsttätigkeit im ethischen Entwicklungsprozess. In diesem Sinn ist der Ethikunterricht schülerorientiert: Im Kontext der Stufen moralischer Urteilsfähigkeit und der allmählichen Erweiterung des Wahrnehmungs- und Reflexionshorizonts sollen die Schülerinnen und Schüler selbst in den Prozess ethischer Urteilsbildung eintreten. Schülerorientierung bedeutet daher auch für die Schülerinnen und Schüler, sich der Anforderung ethischer Selbsttätigkeit zu stellen. (Auszug aus dem Lehrplan Ethik 2010)

Die Fachschaft Ethik der Humboldtschule stellt dementsprechend die Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Die Inhalte und Strömungen des Faches sowie die einzelnen ethischen Ansätze wie auch vorhandene Wertesysteme, das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Verfassung des Landes Hessen bilden dabei die Grundlage dafür, dass sich die Schülerinnen und Schüler in dem gegebenen gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Kontext ihr eigenes Wertesystem erarbeiten, das sie durch ihr Leben leiten wird. Dabei hat die praktische Anwendung, gerade in schwierigen Entscheidungssituationen, einen besonderen Stellenwert und wird, wann immer möglich, über die Behandlung der Theorie hinaus, schülernah eingeübt.

Diese Ausrichtung der Fachschaft folgt somit den aktuellen Strömungen der Schulpädagogik und des Faches. Dies bringt es zugleich mit sich, dass die Lehrkräfte die gesetzlich vorgegebene pädagogische Freiheit verantwortlich dazu nutzen, diesen Weg in jeder Lerngruppe und für jede Schülerin und jeden Schüler verantwortlich und individuell zu gestalten, um für jede Schülerin und jeden Schüler ein individuelles und optimales Ergebnis zu erzielen.