Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Seit 1995/96 wird die Entwicklung, Koordination und Umsetzung der verschiedenen Projekte zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) an der HUS konsequent verfolgt. Diese Bemühungen mündeten letztendlich in der Anerkennung der HUS als "Schule für Bildung für eine nachhaltige Entwicklung", der Zertifizierung als "Gesundheitsfördernde Schule" und in der Auszeichnung der HUS als "Umweltschule" bzw. mit dem Siegel "Nachhaltigkeit in Hessen".

Gesundheitsfördernde Schule

Das ursprünliche Programm "HUS topfit" wird in der Initiative Schule und Gesundheit des Landes Hessen weitergeführt. Das Ziel des Projektes liegt insbesondere in der Förderung der Schüler- und Lehrergesundheit. Die HUS hat bereits in zwei Bereichen die Teilzertifizierung als "Gesundheitsfördernde Schule" erreicht: Im obligatorischen Bereich "Ernährungs- und Verbraucherbildung", und als zertifizierte Umweltschule ist die HUS auch für den Bereich "Umwelterziehung/Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" bestens qualifiziert.

Urkunde Umweltschule 2017

Umweltschule

Seit 2001 wurde die HUS regelmäßig als Umweltschule ausgezeichnet (siehe auch Schulprofil > Auszeichnungen), da entsprechende Themen intensiv und fächerübergreifend bearbeitet wurden, z.B. Biodiversität, (Schul)Mobilität, Umgang mit Ressourcen, Nachhaltigkeit in der Ernährung u.a. Die Auszeichnung gilt als Teilzertifizierung für den Bereich "Umweltbildung und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" im Programm Schule und Gesundheit.

Tage der Nachhaltigkeit

Die Humboldtschule führt jährlich einen "Tag der Nachhaltigkeit" zu einem bestimmten Themengebiet durch. Die Themen lauteten in der Vergangne z.B. "Nachhaltige Ernährung", "Mobilität" oder "Kein Leben ohne Wasser".

Hier erhalten Sie einen Eindruck von den Aktivitäten:

  • Hinter'm Tellerrand geht's weiter

    Die Wahlunterrichtskurse Ernährung (Biologie) und Klimawandel (Erdkunde) präsentierten zusammen mit Biologie-Oberstufenkursen in der Pausenhalle die Ergebnisse ihrer Unterrichtsarbeit zum Thema „Nachhaltige Ernährung“. Schon im Rahmen des UNESCO-Projekttags beschäftigten sich Biologiekurse der Oberstufe mit einer nachhaltigen Lebensweise im Bereich Produktion von Lebensmitteln und Ernährung.

    Dies führten sie mit den WU-Kursen Klimawandel und Ernährung nun zu Ende und zeigten auf einer Theke übersichtlich angeordnet, wie viel CO2 verschiedene Gerichte bzw. deren Zutaten bei der Herstellung produzieren und wie hoch der Flächenverbrauch bei der Nahrungsmittelproduktion ist. Auch die Auswirkungen eines hohen Fleischkonsums auf das Klima wurden dabei aufgegriffen und ein ökologischer Fußabdruck erstellt.

    Eindrücklich veranschaulichte die  Ausstellung „Lebensmittel: Regional = Gute Wahl“ des Bayrischen Staatsministeriums, wie viel Erdöl für die unterschiedlichen Produktionsweisen von Nahrungsmitteln, sei es saisonal und regional oder global und zu jeder Jahreszeit, verbraucht wird. Ein Quiz mit Fragen zur Ausstellung fand riesigen Anklang, schließlich gab es Frühstücksgutscheine aus dem Schulkiosk zu gewinnen.

    Der sehr gut besuchte Thementag regte viele Schülerinnen und Schüler dazu an, sich Gedanken über ihre eigene Ernährung sowie eine gesunde und nachhaltige Schulverpflegung zu machen und in Zukunft auf das eine oder andere Stück Fleisch zu verzichten.

  • HUS ist mobil, bei Arbeit, Sport und Spiel

    Beim Aktionstag zum Thema Mobilität  konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden, vielfältige Informationen zum Thema erhalten und u.a. auch Elektromobilität ganz praktisch selbst erleben.

    Mobilität prägt unser tägliches Leben. Wir sind ständig unterwegs: zur Schule, zum Verein oder in der Freizeit. Wir reisen in ferne Länder und kaufen Waren aus aller Welt im Supermarkt um die Ecke. Das Internet ist aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Jeden Tag rasen gigantische Datenmengen um die Erde.

    Unser Mobil-Sein verursacht aber auch Probleme. Viele Fahrzeuge produzieren Schadstoffe und Lärm, verbrauchen wertvolle Rohstoffe und beeinflussen das Klima. Mobilität, wie wir sie kennen, wird immer teurer. Außerdem verändert sich unsere Gesellschaft. Unser Leben beschleunigt sich. Wir erledigen immer mehr Dinge in kürzerer Zeit, Erwachsene wechseln häufiger den Arbeitsplatz oder Familien den Wohnort. Andere Menschen wiederum können nicht am mobilen Leben teilhaben. Aus den unterschiedlichsten Gründen haben sie keinen Zugang zu Verkehrsmitteln oder dem Internet.

    Wir brauchen neue Ideen. Und wir brauchen einen Alltag – auch in der Schule – der uns genug Platz und Zeit lässt für Sport und Bewegung! Gemeinsam wollen wir nachdenken und aktiv werden: Wie können wir Mobilität in Zukunft nachhaltiger gestalten?

  • Kein Leben ohne Wasser

    Verschwendung? Heiße Diskussionen um eine erfrischende Installation auf dem Pausenhof der Humboldtschule Bad Homburg. Zum Anlass des 3. Nachhaltigkeitstages unter dem Motto „Kein Leben ohne Wasser“ haben Schüler aus vier Kunstkursen von Frau Dietrich Eisskulpturen auf dem Schulhof installiert. Etwa achtzig Liter „gefrorenes Gold“ schmelzen in der Herbstsonne und machen auf das brandaktuelle Thema der Polarschmelze aufmerksam. „Das Wasser zerfließt in unseren Händen“, kommentiert eine Schülerin des Kunst-Leistungskurses. „Müsste man nicht genau hier anfangen Wasser zu sparen?“, fragt ein Schüler der 7. Klasse.

    Mit dem Aktionstag der „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) demonstrierte die Humboldtschule einmal mehr wie fächer- und jahrgangsübergreifendes Lernen gelingt. Überall auf dem Schulgelände hatten sich Lernstationen gebildet, so zeigen z.B. Benjamin R. und Johannes R. aus dem Physikleistungskurs von Herrn Langner einer Gruppe von Fünftklässlern wie Wasser zur Energiegewinnung eingesetzt wird.

    Mit einem selbstgebauten Wasserrad aus alten Getränkedosen und Holz veranschaulichen sie die Arbeit eines Wasserkraftwerks.

    Unter der Leitung von Frau Bleil und Herr Eisenberg wurden verschiedene Heilquellen aus dem Bad Homburger Kurpark in ihrer chemischen Zusammensetzung untersucht und konnten an einer kleinen „Wasser-Bar“ von den Schülern probiert  werden. Amanda und Stjerne aus der 8. und 9. Klasse zeigten, wie man verschmutztes Wasser wieder aufbereiten kann.

    Im Foyer des Hauptgebäudes boten verschiedene Klassen Einblick in ihre Projektarbeit, wie z.B. Lernplakate zum Thema Privatisierung von Wasser und Ressourcenverknappung, aber auch imposante Kunstwerke wie das überdimensionale Bild einer Welle aus einem Kunstkurs von Frau Wirth. Beeindruckend war auch die UNICEF-Ausstellung „Wasser ist Leben“, die hier präsentiert wurde.

Beratungsstelle Ökologische Bildung des HKM

Die an der HUS versammelte Fachkompetenz zur BNE zeigt sich auch in der Abordnung von Frau Tackenberg an die regionale Beratungsstelle ökologische Bildung (BöB) des Hessischen Umweltministeriums, die seit dem Schuljahr 2011/12 auch an der HUS angesiedelt ist. Die BöB unterstützt andere Schulen auf ihrem Weg zur „Umweltschule“, damit die Erziehung zur Nachhaltigkeit Schülerinnen und Schülern aller Schulformen und Altersstufen zugänglich gemacht werden kann.